26.08.23 - Ein Tag im Truck

Heute früh war ich um halb 6 wach, eine halbe Stunde später stand ich auf und war trotzdem nicht die letzte, die ihr Zeug gepackt hatte, obwohl alle anderen um sechs zum Frühstück fertig sein sollten. Danach halfen 7/8 des Teams zusammen, sodass wir pünktlich kurz vor acht unterwegs waren. Das fehlende Achtel schaffte es irgendwie, genau in dem Moment aufzutauchen, als der letzte Tisch im Truck verstaut war.

Unsere Fahrt ging zunächst entlang der angolanischen Grenze nach Westen. Um zehn kamen wir in einer größeren Stadt an, wo wir zwei Stunden für Shopping und Kaffee hatten. Die Kaffeeempfehlung von Mambo, zu der wir echt ein Stück hinliefen, erwies sich als teurer Reinfall. 35 Namibian Dollars (fast 2€) für eine süße Plörre mit garantiert Instant-Kaffee. Deb trank meinen tapfer mit. Die anderen probierten und sparten sich das Geld… Dann gingen wir in den Shoprite und shoppten eine halbe Stunde lang Spielzeug, Malsachen, Bälle, … Morgen besuchen wir nämlich ein Dorf des San-Volkes. Die sind wohl ziemlich arm, aber es gibt über 100 Kinder…

Danach liefen Deb und ich zurück zu dem Hotel, auf dessen Parkplatz unser Truck stand und trauten unseren Augen nicht. Stand unter dem Hotelnamen doch was von Espresso! Und Tatsache, das Restaurant servierte uns einen starken Cappuccino, wenn auch mit wenig Schaum. Dazu einen Toast mit Käse und Tomate, ein paar Pfauen und ein toller Blick über den Fluss nach Angola.

Um zwölf fuhren wir weiter Richtung Groenfontein. Sehr relaxt mit Lesen, Sudoku und vor mich Hindösen. Um halb vier kamen wir im Roy’s Camp, etwa 50km vor der Stadt an. Sehr schön gelegen. Deb nutzt für eine Nacht ein Upgrade, somit hab ich heute auch ein Einzelzelt.

Wir bauten die Zelte auf, dann war Pooltime. Allerdings ziemlich frisch, auch die Luft ist heute kälter, es gibt ein paar Mini-Wolken und es ist windig. Somit hielt ich es gar nicht so lange aus. Aber um Viertel 6 musste ich eh zum Kochen antreten…

Christina und ich waren schnell fertig und wurden wieder entlassen. Wir kuckten kurz am Wasserloch-Aussichtspunkt vorbei, aber da war niemand zu Besuch und so ging ich duschen.

Um halb 7 gab es Abendessen, Brokkoli-Suppe und Gemüsereis mit Spinat und Kichererbsen in Soße.

 

Im Anschluss gab es von Mambo eine kurze Einführung in das, was uns morgen erwartet, wir besuchen nämlich das Volk der San, die schon seit 20000 Jahren hier zu finden sind. Erstaunlicherweise hatte Karen danach ganz plötzlich Magengrummeln… Klar, sie hätte abwaschen sollen… Könnte aber auch an dem leeren Tetrapack Rotwein gelegen haben. Später am Wifi-Hotspot ging es ihr aber zum Glück schon wieder besser… 🤢🤬

Jetzt ist es Viertel 9, Deb und ich sitzen noch am „überragend schnellen“ Hotspot, hier sieht man echt jedes Byte einzeln vorbeifliegen. Morgen geht es dann auf den Ausflug ins Dorf, bin mal gespannt, klingt potentiell schon recht touristisch, Mambo meint aber, es wäre auch ein Projekt, um die Dorfgemeinschaft zu unterstützen… Ob ich euch davon berichten kann, hängt dann alles von diesem Wifi hier ab, denn wir bleiben noch eine weitere Nacht hier.

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